November 28, 2009


l
os bases militares gringas son: miseria, hambre y represión.
die nordamerikanischen militaerbasen sind gleichzusetzten mit elend, hunger und unterdrueckung.

November 26, 2009

weil bilder mehr als tausend worte sagen:

kaum zu glauben

November 22, 2009

aber der laengste-krimi-lesung weltrekordversuch von arnd ruehlmann in bamberg war hier in caracas/venezuela/suedamerika einen, wenn auch kleinen, zeitungsartikel wert:

gefeiert

November 21, 2009

das war der 20. geburtstag von huellas:

nach einer stunde schlaf um fuenf uhr aufstehen, damit wir um sechs an der UCAB sind. dem veranstaltungsort. die ersten busse sind schon angekommen und stehen unschluessig auf der parkplatzzufahrt. schliesslich oeffnen sich die tueren und nacheinander tappen jugendliche und betreuerInnen, noch ein bisschen verschlafen, zum teil in decken eingemummelt, wegen der klimaanlagen, auf den parkplatz. und verstreuen sich. gerade das wollen wir nicht, denn es herrscht auch ganz normaler unibetrieb. orgateamhelferInnen schwaermen aus, um allen den richtigen weg zu weisen. um kurz nach neun gehts los, bis dahin sind fast alle gruppen aus dem ganzen land angekommen und haben sandwiches und nestea gefruehstueckt. zwei ex-huellistas (was allerdings nicht ganz treffend ist, denn huellas praegt, man behaelt es im herzen, auch nach der aktiven zeit; so ist mann und frau sein/ihr leben lang huellista – so wie ich j-gcl-erin) sind die moderatoren des tages.

etwa um elf beginnt der feierliche gottesdienst, bis dahin unterhalten die moderatoren mit dynamischen grossgruppenspielen. die aula magna hat 600 plaetze und ist voll besetzt, ausser den festinstallierten stuehlen haben wir am vortag noch 200 stuehle herangeschafft, auch die fuellen sich. waehrenddessen sind fotos aus 20 jahren huellas zu sehen. zu einem video komponiert, dessen exportation mich fast die ganze nacht gekostet hat. die messe wird von dreizehn jesuiten zelebriert, darunter zwei der vier ex-direktoren, der gruender padre miguel matos und sein nachfolger p. william, und der aktuelle direktor p. danny. p. gustavo, ein weiterer ex-direktor kommt im laufe des tages. es fehlt nur  p. eloy, fuer den den anreise aus spanien ein weiter weg gewesen waere. es ist ergreifend und beruehrend. trotz der grossen menge an jugendlichen herrscht eine ruhige gespannte aufmerksamkeit. eine kleine doku, zusammengestellt aus den videos, fuer die ich in den letzten woche quer durch land gefahren bin, in der bis auf eloy alle ex-direktoren und andere jahrelang engagierte frauen und maenner zu wort kommen, umreisst in wenigen minuten die anfaenge von huellas und welchen einfluss huellas auf ihre lebensentwuerfe hatte/hat. und erntet grossen applaus.


tanz, ganz traditionell

danach steht fuer alle anwesenden das mittagessen bereit. ein aluschaelchen randvoll mit arroz con pollo (reis mit huehnchen) und zwei scheiben brot. fleissige haende und viele freiwillige helferInnen haben schon freitag mittag mit gemuese schneiden und kochen angefangen, um alle sattzukriegen. señora gladys ist eine der erfahrenen kuechendamen. sie arbeitet in einem colegio etwa drei autostunden von caracas. schon seit einigen jahren findet dort in der karwoche das campamento misión der region caracas-centro statt. señora gladys ist vom ersten bis zum letzten tag mitdabei, als kuechenchefin. und wenn helfende haende gebraucht werden, kommt sich auch einfach nach ccs.

und dann gehts weiter mit dem auftritt eines gaita-teams,  tanzvorfuehrungen aus den vertretenen landesteilen, einer ziemlich professionellen breakdance-combo, eine rockigen band und zum abschluss der wieder-belebten-huellas-band (die erste probe nach …zig jahren war knapp zwei wochen vor dem auftritt), die lieder von miguel matos und ein bisschen pop zum besten gegeben hat. und natuerlich kann nicht geburtstag gefeiert werden ohne feliz cumpleaños zu schmettern und die 20 kerzen auf der torte auszupusten. leider leider hats auch regen gegeben, nicht nur ein bisschen sondern einen richtig ordentlichen langen gewitter-regen-schauer, damit fiel der auftritt des zweiten gaita-teams, die mit den schicken schwarz-weiss-gepunktenen roecken, sprichwoertlich ins wasser. bis dass wasser aus den sportplaetzen wieder abgeflossen war, mussten sie leider schon los :(


der getraenkekiosk im regen, schwarz-weiss-gepunktet die maedels vom zweiten gaita-team


in dieser halben regenstunde hat jeder versucht einen platz im halbwegs trockenen zu ergattern und moeglichst wenig nass zu werden. eigentlich war es halb so schlimm, denn diejenigen die geblieben sind haben sich bei hiphop, rock und pop wieder trockengetanzt. es gab auch gruppen, die gleich nach dem regen in ihre bus gestiegen sind. mit durchweichten schuhen und feuchten hosen… ob die nicht alle krank geworden sind in den klimaanlagentiefgekuehlten bussen?

wir, sprich das orga-team, hatte im vorfeld mit ziemlich vielen widrigkeiten zu kaempfen. das reichte von kleinigkeiten, wie fehlern bei drucksacken bis hin zu wirklich verzwickten schwierigkeiten, beispielsweise, wie organisieren wir das mittagessen? was machen wir, wenn die zugesagten spenden wieder zurueckgenommen werden? und wie organisieren wir bzw ist es ueberhaupt handhabbar, 1000 menschen (besser etwa 900 teilnehmerInnen), quer durch das unigelaende zu schleusen, ohne dass auf diesem weg die haelfte “verlorengeht”? am tag vor dem fest stellte sich ganz ueberraschend heraus, dass wir am vormittag den geplanten ort nicht nutzen koennen…. also kam es nochmal zu aenderungen an ablauf, zeiten … aber trotzdessen war es ein tolles fest. es hat jugendliche und erwachsene begeistert. der gottesdienst war zwar lang, aber keinen moment langweilig. er hat die jungen angesprochen und hat die alten bewegt, es gab viel zu sehen und zu hoeren, eine flugs zusammengestellte band hatte einen tag zeit zum sich-aufeinander-abstimmen, die lieder waren so gewaehlt, dass auch ohne liedblatt jedeR huellista mitsingen konnte… nur ich bin da maches mal noch ein bisschen textschwach, mal abgesehen davon, dass ich ja auch die toene nicht treffe ;) der ortswechsel hat funktioniert, es gab keinen plan B fuer den regen-fall, der ja eintrat, aber die halbe stunde fest-in-wartehaltung war in ordnung, vielleicht war es sogar ganz positiv, mir hat es zum beispiel ermoeglicht mich in aller ruhe mit den menschen neben mir zu unterhalten, anstatt permanent auf der suche nach guten bilder und momenten-die-festgehalten-werden-muessen mit gezueckter kamera herumzutigern. und ich glaube, dem rest des teams ging es aehnlich:


r
egenzwangspause



rubrik VERSCHIEDENES

November 18, 2009

heute faengt weihnachten an. es ist día de la chinita bzw. virgen de la chiquinquira. eine marienerscheinung in maracaibo, der zweitgroessten stadt venezuelas. das heisst auch, dass man von nun an ueberall gaitas hoert. hier ein kleines hoerbeispiel:

 

gestern gabs den neusten bericht von transparency internacional. venezuela ist auf dem ersten platz. der rangliste der korruptesten laender suedamerikas. international, sprich in der liste von 180 laendern, auf platz 162. traurig aber wahr. sehr anschaulich als weltkarte hier.

der 9. november

November 9, 2009

ist nicht nur in deutschland ein besonderer tag. in venezuela freuen sich siebentausend huellistas und all diejenigen, die sich huellas verbunden fuehlen. huellas wird heute 20. ist also genauso alt wie die wiedervereinigung. und wie meine kleine schwester ;)

logo_aniversario
und was ist huellas nochmal?
eine jugendbewegung, oder besser eine plattform, die verschiedene programme ermoeglicht, verknuepft, vereint. huellas wurde vor 20 jahren in ccs von miguel matos sj gegruendet.

den groessten (personen) anteil hat grupo juvenil, das ist vielleicht mit der klassischen jugend(verbands)arbeit zu vergleichen, die viele von euch kennen oder selbst miterlebt/mitgestaltet haben. gruppenstunden, wochenenden, regionale oder auch nationale treffen (wie im august das campampento huellas verdes in ccs). dahinter steckt, den jugendlichen (soziale) kompetenzen mit auf den weg zu geben, sich im leben zu behaupten, den eigenen weg zu finden, sich mit dem christlichen glauben und der ignatianischen spiritualitaet  auseinanderzusetzen und darin halt und hintergrund zu finden, perspektiven eroeffnen fuer sich selbst und mit blick auf die gesellschaft, in der kritische, muendige, mutige und demokratisch denkende buergerInnen dringend gebraucht werden.

zu huellas gehoert auch: cupah (comunidad de universitarios padre alberto hurtado), ein programm fuer jungs, die im rahmen eines stipendium in ccs studieren koennen, gemeinsam wohnen und in ihrem umfeld (also in ihrem barrio) soziale arbeit leisten. und oft treten sie dann bei den jesuiten ein ;)

casa de los muchachos (cdlm), ist auch eines der programme. mein zweiter arbeitsplatz und einsatzort, den ich wegen der arbeit fuer das grosse geburtstagsfest am samstag die letzten wochen ganz arg vernachlaessigt habe. ab naechster woche wird sich das aber wieder aendern! seit anfang oktober war ich genau einen tag dort. stattdessen im buero und vor dem rechner, aber auch reisenderweise unterwegs, um bei workshops in den vier regionen (ccs-centro, andes/alto-apure, occidente, oriente) mitzuarbeiten.

und es gibt noch ein beleghaus, das von huellas bewirtschaftet und verwaltet wird, das habe ich auch schon desoefteren erwaehnt. es heisst centro de formación san luis gonzaga, wenn ich davon geschrieben habe, dann aber immer von dem haus in el junquito, so heisst das dorf.

am samstag wirds ein grosses fest in ccs geben… moeglichst viele huellistas, sollen mitfeiern koennen. sollen nach ccs kommen koennen, um einen tollen, erinnerungswuerdigen tag zu erleben. fuer die meisten jugendlichen heisst nach ccs kommen am nachmittag/abend vorher in einen bus steigen, die nacht ueber unterwegs sein, um am naechsten morgen in ccs, an der ucab (universidad católica andrés bello) anzukommen. mit sicherheit wird es auch eine gewisse anzahl von jugendlichen geben, die zwar gern mitfahren wuerden, aber es sich einfach nicht leisten koennen. das ist ein punkt, den ich bisher noch nicht explizit erwaehnt habe: (fast) alle huellistas kommen aus familien mit (ganz) wenig einkommen. huellas bietet ihnen in vielerlei hinsicht die moeglichkeit mehr zu sehen, zu erleben und kennenzulernen. aber auch die ressourcen von huellas sind beschraenkt. spenden (aus deutschland) und mittel aus projektfoerderungen ermoeglichen die programme. fuer veranstaltungen wie das fest am samstag, oder das campamento im august, ist es jedoch von groesster wichtigkeit, spender vor ort zu finden. zum beispiel getraenke fuer umsonst von pepsi oder coca cola, t-shirts fuer alle vorbereitungsteammitglieder und helferInnen zu einem guenstigeren preis oder den aufdruck fuer umsonst. fruehstueck, mittagessen und abendessen fuer 1000 menschen… die kuenstler, die auftreten, davon ueberzeugen, wenn sie es nicht schon sind, dass es fuer einen guten zweck ist und sie ihren gig fuer weniger als normal spielen. … und mein part in diesem organisationschaos, denn leider laeuft uns gerade die zeit davon, ist mitzudenken, die zustaendigkeit fuer alles printmaterial, von einladungen und plakaten, ueber gelaendeskizzen bis zur grossformatigen buehnendekoration, fotografieren, filmen, einfach ueberall dort mit anzupacken, wo jemand fehlt. wir versuchen gerade genuegend menschen fuer auf- und abbau zusammenzutrommeln… pa’lante. vorwaerts, wird schon schiefgehen.

ich werde kommende woche in wort und bild berichten wie’s war.

es wird gespart

November 7, 2009

 

strom und wasser. in manchen landesteilen schon lange. in mérida ist es in der regel abends zwischen sechs und acht zappenduster. jetzt auch in caracas. jedenfalls wird das wasser abgedreht, genaugenommen 25% weniger eingespeist. unternehmen, geschaefte, haendler, … sind aufgefordert sich stormaggregate zuzulegen. in seiner woechentlichen sendung erkaert chávez, dass man zum duschen nur drei minuten brauchen soll. ironischerweise hatten wir seit dieser ansage immer wasser. obwohl sonst freitag auf samstag oft wasser knapp oder weg war. der strom war bisher auch nur einmal weg. einen sonntag lang, aber das war wohl eher zufall bzw. ein stromausfall, denn es hat nur unseren haeuserblock betroffen. das irgendetwas vor geht, in den wasserleitungen, bemerkt man jedoch schon. seit anfang der woche gibts laute geraeusche in den leitungen… ohne fundierte sanitaerkenntnisse vermuten wir, dass sie durch luft(druck) in den leitungen verursacht werden. das geraeusch, dass mich heute beim aufwachen begleitet ist ausnahmsweise nicht das kraehen der nachbarshaehne, sondern wasserrauschen, die tanks am dach sind voll und laufen ueber, obwohl die zuleitung von der strasse dicht ist. verwirrung. unverstaendnis. mein mitbewohner und ich spielen alle moeglichen gruende durch. schliessen und oeffen leitungen und verschluesse, versuchen die rohverbindungen zwischen den tanks zu verstehen. die conclusion: es ist einfach zuviel druck in der leitung, die von der strasse kommt. das auslaufende wasser tropft durch die decke einen stock tiefer auf den deckel der toilette. der druck hat den anschluss des wasserfilters in der kueche in mitleidenschaft gezogen und die toilettenspuelung. in der zeitung steht, dass taeglich 300 haushalte schaeden durch die wasserrationierung davontragen.

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November 1, 2009

callejon_1097

hat man diesen blick, ist man schon fast zuhause, fehlt noch eine minute zum ankommen. eine grosse lange treppe nach unten muss genommen werden. ganz schmal, beengt, manchmal beaengstigend. die stufen alle unterschiedlich, manchmal so hoch, dass man sich an einem tuer oder fenstergitter abstuetzen muss. man guckt in wohnzimmer, kuechenfenster, abstellkammern. manchmal kuckt jemand zurueck. bei regen kanns ganz schoen rutschig werden. ich bin auf dem heimweg – steige die treppen nach unten, vor mir ein maedchen. uns kommt ein junge entgegen, er ist sichtlich angestrengt, schnauft und ruht sich auf jeder zweiten stufe drei tiefe atemzuege aus. die beiden kennen sich, gruessen sich, sie nennt ihn gordito (dickerchen) und bemerkt, aber keineswegs unfreundlich oder gehaessig, dass er wohl einfach ein bisschen dick ist.

 

 

 

 

 

 

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