gefeiert

November 21, 2009

das war der 20. geburtstag von huellas:

nach einer stunde schlaf um fuenf uhr aufstehen, damit wir um sechs an der UCAB sind. dem veranstaltungsort. die ersten busse sind schon angekommen und stehen unschluessig auf der parkplatzzufahrt. schliesslich oeffnen sich die tueren und nacheinander tappen jugendliche und betreuerInnen, noch ein bisschen verschlafen, zum teil in decken eingemummelt, wegen der klimaanlagen, auf den parkplatz. und verstreuen sich. gerade das wollen wir nicht, denn es herrscht auch ganz normaler unibetrieb. orgateamhelferInnen schwaermen aus, um allen den richtigen weg zu weisen. um kurz nach neun gehts los, bis dahin sind fast alle gruppen aus dem ganzen land angekommen und haben sandwiches und nestea gefruehstueckt. zwei ex-huellistas (was allerdings nicht ganz treffend ist, denn huellas praegt, man behaelt es im herzen, auch nach der aktiven zeit; so ist mann und frau sein/ihr leben lang huellista – so wie ich j-gcl-erin) sind die moderatoren des tages.

etwa um elf beginnt der feierliche gottesdienst, bis dahin unterhalten die moderatoren mit dynamischen grossgruppenspielen. die aula magna hat 600 plaetze und ist voll besetzt, ausser den festinstallierten stuehlen haben wir am vortag noch 200 stuehle herangeschafft, auch die fuellen sich. waehrenddessen sind fotos aus 20 jahren huellas zu sehen. zu einem video komponiert, dessen exportation mich fast die ganze nacht gekostet hat. die messe wird von dreizehn jesuiten zelebriert, darunter zwei der vier ex-direktoren, der gruender padre miguel matos und sein nachfolger p. william, und der aktuelle direktor p. danny. p. gustavo, ein weiterer ex-direktor kommt im laufe des tages. es fehlt nur  p. eloy, fuer den den anreise aus spanien ein weiter weg gewesen waere. es ist ergreifend und beruehrend. trotz der grossen menge an jugendlichen herrscht eine ruhige gespannte aufmerksamkeit. eine kleine doku, zusammengestellt aus den videos, fuer die ich in den letzten woche quer durch land gefahren bin, in der bis auf eloy alle ex-direktoren und andere jahrelang engagierte frauen und maenner zu wort kommen, umreisst in wenigen minuten die anfaenge von huellas und welchen einfluss huellas auf ihre lebensentwuerfe hatte/hat. und erntet grossen applaus.


tanz, ganz traditionell

danach steht fuer alle anwesenden das mittagessen bereit. ein aluschaelchen randvoll mit arroz con pollo (reis mit huehnchen) und zwei scheiben brot. fleissige haende und viele freiwillige helferInnen haben schon freitag mittag mit gemuese schneiden und kochen angefangen, um alle sattzukriegen. señora gladys ist eine der erfahrenen kuechendamen. sie arbeitet in einem colegio etwa drei autostunden von caracas. schon seit einigen jahren findet dort in der karwoche das campamento misión der region caracas-centro statt. señora gladys ist vom ersten bis zum letzten tag mitdabei, als kuechenchefin. und wenn helfende haende gebraucht werden, kommt sich auch einfach nach ccs.

und dann gehts weiter mit dem auftritt eines gaita-teams,  tanzvorfuehrungen aus den vertretenen landesteilen, einer ziemlich professionellen breakdance-combo, eine rockigen band und zum abschluss der wieder-belebten-huellas-band (die erste probe nach …zig jahren war knapp zwei wochen vor dem auftritt), die lieder von miguel matos und ein bisschen pop zum besten gegeben hat. und natuerlich kann nicht geburtstag gefeiert werden ohne feliz cumpleaños zu schmettern und die 20 kerzen auf der torte auszupusten. leider leider hats auch regen gegeben, nicht nur ein bisschen sondern einen richtig ordentlichen langen gewitter-regen-schauer, damit fiel der auftritt des zweiten gaita-teams, die mit den schicken schwarz-weiss-gepunktenen roecken, sprichwoertlich ins wasser. bis dass wasser aus den sportplaetzen wieder abgeflossen war, mussten sie leider schon los :(


der getraenkekiosk im regen, schwarz-weiss-gepunktet die maedels vom zweiten gaita-team


in dieser halben regenstunde hat jeder versucht einen platz im halbwegs trockenen zu ergattern und moeglichst wenig nass zu werden. eigentlich war es halb so schlimm, denn diejenigen die geblieben sind haben sich bei hiphop, rock und pop wieder trockengetanzt. es gab auch gruppen, die gleich nach dem regen in ihre bus gestiegen sind. mit durchweichten schuhen und feuchten hosen… ob die nicht alle krank geworden sind in den klimaanlagentiefgekuehlten bussen?

wir, sprich das orga-team, hatte im vorfeld mit ziemlich vielen widrigkeiten zu kaempfen. das reichte von kleinigkeiten, wie fehlern bei drucksacken bis hin zu wirklich verzwickten schwierigkeiten, beispielsweise, wie organisieren wir das mittagessen? was machen wir, wenn die zugesagten spenden wieder zurueckgenommen werden? und wie organisieren wir bzw ist es ueberhaupt handhabbar, 1000 menschen (besser etwa 900 teilnehmerInnen), quer durch das unigelaende zu schleusen, ohne dass auf diesem weg die haelfte “verlorengeht”? am tag vor dem fest stellte sich ganz ueberraschend heraus, dass wir am vormittag den geplanten ort nicht nutzen koennen…. also kam es nochmal zu aenderungen an ablauf, zeiten … aber trotzdessen war es ein tolles fest. es hat jugendliche und erwachsene begeistert. der gottesdienst war zwar lang, aber keinen moment langweilig. er hat die jungen angesprochen und hat die alten bewegt, es gab viel zu sehen und zu hoeren, eine flugs zusammengestellte band hatte einen tag zeit zum sich-aufeinander-abstimmen, die lieder waren so gewaehlt, dass auch ohne liedblatt jedeR huellista mitsingen konnte… nur ich bin da maches mal noch ein bisschen textschwach, mal abgesehen davon, dass ich ja auch die toene nicht treffe ;) der ortswechsel hat funktioniert, es gab keinen plan B fuer den regen-fall, der ja eintrat, aber die halbe stunde fest-in-wartehaltung war in ordnung, vielleicht war es sogar ganz positiv, mir hat es zum beispiel ermoeglicht mich in aller ruhe mit den menschen neben mir zu unterhalten, anstatt permanent auf der suche nach guten bilder und momenten-die-festgehalten-werden-muessen mit gezueckter kamera herumzutigern. und ich glaube, dem rest des teams ging es aehnlich:


r
egenzwangspause



Eine Antwort zu „gefeiert“

  1. huellistas Sagt:

    nachtrag: auf dem ersten bild zu sehen eine taenzerin aus cumarebo… der tanz war eher ein potpurri aus allem moeglichen und hat daher keinen spezifischen namen.


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