März 8, 2010

noch im ankommen, zwischen zwei welten.

todavía llegando, entre dos mundos.
entre maletas, morrales, bolsos, regalos, ropa, papeles – hay cosas que hacer? … cuales?

fotos, recuerdos, pensando en lo pasado.
me pega el frío.

Januar 31, 2010


manaus//brasil

ein kreisrunder regenbogen um die sonne. leider gibt mein weitwinkel nicht mehr her. allerdings ist es kein regenbogen, wikipedia sagt es ist ein “halo”. erklaerung siehe hier.

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encontro das aguas//manaus//brasil

in manaus treffen sich solimões und rio negro – und werden zum amazonas. ungefaehr elf kilometer fliessen sie nebeneinander her ohne sich zu vermischen. der solimões braun-gelblich, der rio negro schwarz. sie haben nicht nur eine unterschiedliche farbe, die von den boeden aus dem einzugsgebiet der fluesse herruehrt, auch einen unterschiedlichen ph-wert, der solimões ist basisch, der rio negro sauer. sie haben eine unterschiedliche temperatur, der schwarze rio negro erreicht ueber 28 grad. und verschiedene fliessgeschwindigkeiten, der solimões fliesst schneller als der rio negro.


… die antwort lautet: das kommt ganz darauf an. ich habe mein erstes erzaehlenswertes autofahrerlebnis hinter mir. mit mir am steuer. nach einem guten jahr haben meine mitbewohnerInnen und ich es geschafft jederzeit zugang zum autoschluessel zu haben, vornehmelich fuer einkaufsfahrten, um stundenlange touren von zwei menschen mit zwei kiloschweren rucksaecken, die sich als grosses hindernis in engen, ueberfuellten camionetas entpuppen, zu vermeiden. am freitag war ich als chauffeuse meiner chefin engagiert. zum huellas-beleghaus den berg rauf, vorher die koechin an der metrostation la paz aufsammeln und wieder zurueck. den weg weiss ich in etwa, strassenschilder lesen kann ich auch – sicherheitshalber hole ich aber noch hinweise ein, wie ich von der metrostation wieder zurueck auf den richtigen weg komme. ausgerechnet der stopp an der metrostation wird mir zum verhaengnis. alles andere ist harmlos, abgesehen, von motorraedern die rechts und links ueberholen, wie sie wollen, man hoert sie nur, findet sie weder im rueck- noch im seitenspiegel, bis sich sich dann ploetzlich auf gleicher hoehe mit der eigenen motorhaube befinden, abgesehen von loecher – oder kratern – in der strasse, abgesehen von anderen verkehrsteilnehmern, die mehr als die ihnen zugedachte strassenseite fuer sich beanspruchen, abgesehen von lichtsignalen oder schildern die unberuecksichtigt bleiben eher den zweck einer lichtorgel erfuellen als signalgeber zu sein.

ich warte am strassenrand, vor geparkten autos, mit warnanlage, kein freier parkplatz, waehrend meine chefin, die koechin sucht. auf der strasse ist viel verkehr. ich gestehe ein, ich stehe ziemlich unguenstig. als der naechste parkplatz frei wird, parke ich ein. leider zu spaet, denn die eifrigen verkehrspolizisten haben mich schon als verkehrhindernis ausgemacht und fragen nach fuehrerschein und papieren und erklaeren mir mein fehlverhalten. das groessere problem als mein unpassender “parkplatz” ist, dass sie meinen fuehrerschein nicht als international anerkennen (oder anerkennen wollen – zumindest ist er eu-weit international…) und die fehlende autorisierung meines einsatzes als fahrerin. meine chefin kommt zurueck und erklaert wortgewaltig, direkt, lautstark, dass es sich um eine ausnahme, eine dringlichkeit handelt, niemand anders verfuegbar war, es nie mehr vorkommt, wir schnellstmoeglich eine autorisierung anfertigen, wir versuchen einen anderen fahrer zu finden, … am ende lassen sie uns ziehen. wir zahlen nichts. kein strafgeld, kein schmiergeld. glueck gehabt. bis das auto wieder in der heimischen garage steht, versuche ich nicht nochmal aufzufallen. denke mir nur, warum hats eigentlich mich erwischt, wenn sich alle auf der strasse doch dauernd  fehlverhalten?

einen ganzen sack voll geschichtchen und beobachtungen aus der weihnachtsferienzeit hab ich gesammelt. ich muss erstmal sortieren und alles sich setzen lassen. doch fuer den ersten einblick und eindruck, gibt schon mal eine zahlenmaessige zusammenfassung meiner/unserer ferienzeit… hier


a
uf dem roraima

uiv

Dezember 13, 2009


auf dem gelaende der universidad indígena, estd. bolívar

eine woche weit weg von alltag und dem alltaeglichen zivilisationsdurcheinander. eine knappe woche in der universidad indígena de venezuela (uiv), dh. mit dem nachtbus von ccs nach ciudad bolívar, von da drei stunden bis caño tauca und zum schluss nach eine halbe stunde zu fuss. dann ist man angekommen. in der savanne, durch das gelaende schlaengelt sich der fluss tauca. da wo fluss ist, ist (regen)wald. sonst kleine baeume, grass, buesche – eher unfruchtbares land. der fluss ist die lebensader, sein wasser dient zum trinken, kochen, baden, waesche waschen, fuellt die fischteiche, bewaessert die pflanzanlage und traenkt die bueffel…

weiterlesen hier


in der welt des huehnchens

Oktober 29, 2009

ich begleite meine chefin zu terminen, wir sind ueber mittag unterwegs und gehen zwischen zwei terminen essen. wir befinden uns im besseren teil der stadt. das restaurant nennt sich “el mundo del pollo” (uebersetzung siehe ueberschrift), ist gross, einladend, sieht ordentlich aus und es wimmelt nur so von kellnern – in schwarzen hosen, weissen hemden und fliege, geschmueckt mit einer strahlend gelben schuerze, ganz aehnlich einer kochschuerze. sie uebertreffen sich an aufmerksamkeit fuer ihre gaeste, es gibt auch noch kellner, mit “zivilen” hemden und ohne schuerze, die fuer die annahme der essensbestellungen zustaendig sind. auf zwei bistrotischgrossen flachbildschirmen, die aufmerksamkeitsanziehend installiert sind, wird rodeoreiten gezeigt. der laden ist halbvoll. gleich neben uns ein langer tisch mit gut zwanzig menschen, die uns ein gespraech fast unmoeglich machen, weil ich die saetze meiner chefin erst nach dem dritten mal nachfragen verstehen kann. wegen der lautstaerke. unter den angestellten gibt es noch eine weitere person, einen herrn, eher kleingewachsen, ganz in gelb gekleidet, mit einer grassgruenen schirmmuetze und gummistiefeln. sein arbeitsgeraet ist ein besen und eine langstiehlige kehrrichtschaufel. er tiegert geschaeftig zwischen den tischen hin und her und beseitig all die heruntergefallenen oder geworfenen kleinigkeiten, servietten, wasserflaschenschraubverschluesse, trinkhalme, zettelchen, bonbonpapier, brotkruemmel und was man sonst noch so alles loswerden kann. der grosse lange tisch loest sich langsam auf und die lautstaerke nimmt ab. das eroeffnet das arbeitsfeld dieses herrn. die kellner ruecken tische auseinandern, stellen stuehle, dazwischen der mann in gelb. mit gekonntem schwung und zielsicher kehrt er zwei servietten auf seine schaufel, das naechste objekt schon anvisiert geht er weiter, ohne sich – mit einem blick – des erfolg seiner arbeit zu versichern. er umrundet den tisch und findet an der gleichen stelle wie vorher zwei papierservietten vor. fast unberuehrt. vom kraftvollen schwung seines besens ueber die schaufel gehoben, sind sie gemaechlich wieder zurueck an ihren platz auf dem gruengefliessten boden geschwebt.

in den osten

Oktober 8, 2009

… des landes, bundesstaat monagas, hat es mich gerade verschlagen. zwei naechte reisenderweise im autobus (vorgestern hin – heute wieder zurueck), eine nacht in einem beleghaus, eine stunde ausserhalb der bundesstaatshauptstadt maturin. das haus ist einfach toll und am ende der welt. es heisst villa loretto, die chefin heisst liselotte. es gibt moehren arabisch mit ingwer und rosinen, reis mit gorgonzola in tomate, haehnchenschenkel aus dem ofen und casabe. so lecker hab ich noch nie in einem beleghaus gegessen. nebenbei erklaert sie mir, dass es eine ganz verrueckte idee ihrer niederlaendischen mutter war, ihr einen deutschen namen zu geben. hier kann den namen naemlich (kaum) jemand richtig aussprechen, geschweige denn schreiben.

heimaturlaub

August 24, 2009

… obs die naechsten tage viel zu lesen gibt? mal sehn… bestimmt wird es keine 6woechige funkstille sein.

Juli 16, 2009

pto_piritu_8685

puerto piritu//estd. anzoátegui

mordor ist in venezuela

Juli 13, 2009

… und zwar ziemlich genau zwischen puerto piritu und puerto la cruz. auf dem bild kann mans leider so gut wie gar nicht erkennen. aber das ist ja oefters so, dass man von den schoenheiten ganz verzeuckt ist und die schattenseiten nur schemenhaft wahrnimmt. ich hab mordor vom boot aus gesehen, mit dem wir zu einer winzigen insel geschippert sind und dort einen vertraeumten strandtag verbracht haben. ok… mordor ist natuelich nicht mordor, aber es ist den beschreibungen von tolkien ziemlich nahe. schwarze tuerme, gebaeude im hintergrund, noch weiter hinten berge, ueberall steigt rauch auf, von weiss, nach grau bis dunkelschwarz, auf manchen der spitzen hohen tuerme flackern riesige feuer. wir sind mit unseren kleinen boot mindestens eine halbe stunde fahrt von diesem dreckig grauen ort entfernt – aber die feuer erscheinen riesengross, wie das auge von sauron – gierig alles zu wissen, alles zu ueberblicken. mordor ist eine erdoelraffinierie, eine der goldgruben venezuelas.

mordor_8736
la isleta//nahe puerto piritu, estd. anzoátegui

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eine klassische text-bild-schere … sorry.

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